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Mit über zwei Millionen Einwohner in der Mitte der Anden gelegen, ist La
Paz das politische und wirtschaftliche Zentrum von Bolivien. Sie
gehört zu den höchstgelegenen Großstädten der Welt. Hinter der Stadt ragt der mächtige schneebedeckte
Illimani
(6440m) mit seinen drei Gipfeln auf. In keiner anderen
Stadt des krisengeschüttelten Landes prallen die sozialen und politischen
Probleme so extrem aufeinander wie hier. Wegen des starken sozialen
Gefälles gilt Bolivien als das ärmste südamerikanische Land. La
Paz ist wegen
seiner hohen Kriminalitätsrate zudem eine der gefährlichsten
Städte des
Kontinents. Der tiefste Punkt der Stadt liegt bei
3100m, der höchste bei knapp 4100m (El Alto mit dem Flughafen). Schon
die Lage des Wohnviertels gibt Aufschluss über den sozialen Status deren Bewohner. Je höher das Wohngebiet
(kälter und weniger Sauerstoffgehalt der Luft) um so ärmer ist die
Bevölkerung. Die besten Wohnviertel der Reichen und Mächtigen liegen
tiefer in Richtung Valle de Luna, eine Art Mondlandschaft am wärmeren
südöstlichen Rand von La Paz. Zum Zeitpunkt unseres Besuches (September
2008) ähnelte der Plaza Murillo im Herzen der Altstadt mit dem
Präsidentenpalast (Palazo de Gobierno), der Nationalversammlung (Congreso
Nacional) und der Catedral durch die Masse an Polizei und Militär, wegen der schweren
innenpolitischen Erschütterungen im Land einer Festung. Gründe genug
schnell weiterzureisen!
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