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.... Die mehrtägige Fahrt von Uyuni/Bolivien nach
San Pedro de
Atacama/Chile durch die nördliche Atacama-Wüste ist wegen seiner
einmaligen Natur- und Landschaftseindrücke eine der spektakulärsten
Touren, die man in Südamerika unternehmen kann. Aufgrund der schlechten
Pistenverhältnisse ist sie nur mit einem Allradfahrzeug möglich. Da es
keinerlei Markierungen gibt, ist man zudem auf einen ortskundigen Fahrer
(oder Führer) angewiesen. Und hier ist das erste Problem. Berichte über
alkoholisierte und mit Rauschmittel zugedröhnte Fahrer, Führer und
Mitreisende füllen
ganze Seiten in Büchern und Chatrooms. Wir hatten Glück (wie meistens!):
Unser indogener, älterer Fahrer (mit Namen "Pedro", wie sonst!)
führte uns sicher über die Strecke. Die Übernachtungsplätze (bei
klirrender Kälte, -15 bis -20°C) sind rudimentär (.. "very, very basic
.."), aber das wussten wir schon vorher! Der erste Teil der
Fahrt geht durch den Salar de Uyuni. Eine riesige, topfebene
Salzpfanne mit 160 km Länge und 135 km Breite, die blütenweiße
Salzkruste differiert zwischen 2 und 7 m. Die Salzarbeiter, die das Salz
immer noch von Hand abbauen, schützen sich gegen die Kälte und grelle
Sonne mit wollenen Gesichtsmasken. In der Mitte liegt im endlosen Weiß
die Isla Pescado auf der zahllose bis zu 12 m hohe und sehr alte Kakteen
(ca. 1200 Jahre) wachsen. Aber der größte Reichtum (noch unausgebeutet)
liegt unter dem Salz: Die größten Lithium-Vorkommen der Erde, das
Mineral wird ...
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für Batterien sowie in der Kern- und Computer-Technik benötigt. Stundenlang geht die Fahrt über
endlose Weiten der Hochanden und dann wieder über steile
Pisten durch eine bizarre Bergwelt. Die Farbspiele der Hochebenen (Altiplano)
und Bergkämme wechseln dauernd. Man fährt vorbei an verlorenen
Pueblos und deren Bewohner mit ihren domestizierten Lama-, Alpaka-Herden
sowie an wilden Vicuñas
(über 4000 m) und Guanakos
in niederen Höhen. Es geht entlang von Mineralien buntgefärbte Lagunen
(Bergseen), wie die Laguna Celeste, Laguna Tinta,
oder Laguna Negra. Auf ihnen sind wie Blütenblätter Tausende
von Flamingos. Irgendwann wird die Laguna Colorado
in 4275 m
Höhe erreicht. Das Wasser ist aufgrund seines Kupfergehaltes rötlich
gefärbt, doch man sieht auch Alpengrün und weiße Borax-Inseln. Hier
brüten noch die seltenen Anden-Flamingos, Tokoko genannt, und die
kleineren Chururus (James-Flamingos). Es wird hier in
eisiger Kälte in primitiven Hütten mit Fenster ohne Glas
übernachtet, bevor es im Morgengrauen zu den Geysiren in 4850 m Höhe
geht. Eine Stunde nach Sonnenaufgang ist dieses Naturspektakel schon vorüber.
Weiter geht es an der Laguna Verde vorbei, in der sich der rund 6000 m
hohe Lincancábur
spiegelt (für die Inkas ein heiliger Vulkan) und man kommt zur
bolivianischen Grenzstation nach
Chile im Niemandsland, wo die Fahrzeuge vor San Pedro de Atacama
gewechselt werden müssen. Die chilenischen Einreiseformalitäten werden
40 km weiter in San Pedro d.A. erledigt.
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