Dezember 2011 

 

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Menschen und Impressionen:  Traumroute in der Atacama: .... 

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  .... Die mehrtägige Fahrt von Uyuni/Bolivien nach San Pedro de Atacama/Chile durch die nördliche Atacama-Wüste ist wegen seiner einmaligen Natur- und Landschaftseindrücke eine der spektakulärsten Touren, die man in Südamerika unternehmen kann. Aufgrund der schlechten Pistenverhältnisse ist sie nur mit einem Allradfahrzeug möglich. Da es keinerlei Markierungen gibt, ist man zudem auf einen ortskundigen Fahrer (oder Führer) angewiesen. Und hier ist das erste Problem. Berichte über alkoholisierte und mit Rauschmittel zugedröhnte Fahrer, Führer und Mitreisende füllen ganze Seiten in Büchern und Chatrooms. Wir hatten Glück (wie meistens!): Unser indogener, älterer Fahrer (mit Namen "Pedro", wie sonst!) führte uns sicher über die Strecke. Die Übernachtungsplätze (bei klirrender Kälte, -15 bis -20°C) sind rudimentär (.. "very, very basic .."), aber das wussten wir schon vorher! Der erste Teil der Fahrt geht durch den Salar de Uyuni. Eine riesige, topfebene Salzpfanne mit 160 km Länge und 135 km Breite, die blütenweiße Salzkruste differiert zwischen 2 und 7 m. Die Salzarbeiter, die das Salz immer noch von Hand abbauen, schützen sich gegen die Kälte und grelle Sonne mit wollenen Gesichtsmasken. In der Mitte liegt im endlosen Weiß die Isla Pescado auf der zahllose bis zu 12 m hohe und sehr alte Kakteen (ca. 1200 Jahre) wachsen. Aber der größte Reichtum (noch unausgebeutet) liegt unter dem Salz: Die größten Lithium-Vorkommen der Erde, das Mineral wird ... 

... für Batterien sowie in der Kern- und Computer-Technik benötigt. Stundenlang geht die Fahrt über endlose Weiten der Hochanden und dann wieder über steile Pisten durch eine bizarre Bergwelt. Die Farbspiele der Hochebenen (Altiplano) und Bergkämme wechseln dauernd. Man fährt vorbei an verlorenen Pueblos und deren Bewohner mit ihren domestizierten Lama-, Alpaka-Herden sowie an wilden Vicuñas (über 4000 m)  und Guanakos in niederen Höhen. Es geht entlang von Mineralien buntgefärbte Lagunen (Bergseen), wie die Laguna Celeste, Laguna Tinta, oder Laguna Negra. Auf ihnen sind wie Blütenblätter Tausende von Flamingos. Irgendwann wird die Laguna Colorado  in 4275 m Höhe erreicht. Das Wasser ist aufgrund seines Kupfergehaltes rötlich gefärbt, doch man sieht auch Alpengrün und weiße Borax-Inseln. Hier brüten noch die seltenen Anden-Flamingos, Tokoko genannt, und die kleineren Chururus (James-Flamingos). Es wird hier in eisiger Kälte in primitiven Hütten mit Fenster ohne Glas übernachtet, bevor es im Morgengrauen zu den Geysiren in 4850 m Höhe geht. Eine Stunde nach Sonnenaufgang ist dieses Naturspektakel schon vorüber. Weiter geht es an der Laguna Verde vorbei, in der sich der rund 6000 m hohe Lincancábur spiegelt (für die Inkas ein heiliger Vulkan) und man kommt zur bolivianischen Grenzstation nach Chile im Niemandsland, wo die Fahrzeuge vor San  Pedro de Atacama gewechselt werden müssen. Die chilenischen Einreiseformalitäten werden 40 km weiter in San Pedro d.A. erledigt.

 

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