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Im Herbst 2008 hatten wir uns entschlossen, die Reise in Bolivien wegen der instabilen politischen Lage abzukürzen und
stattdessen von San Pedro de Atacama
nach Arica
(13-14h) zu fahren. Die Reise dorthin führt durch die Precordillieren
der Atacama und dann die Panamericana hinauf in Richtung
Peru. Für uns besonders nach den eher schlechten Bussen in Bolivien, die
erste Gelegenheit das gute Bussystem von Chile zu genießen. Die Atacama wechselt ständig das
Bild. Bergstrecken, trockene Wüstenabschnitte mit Oasen wechseln sich ab. Immer wieder
beeindrucken die einsamen Dörfer mit ihren kleinen Kirchen
und den eher gespenstisch wirkenden Friedhöfen. Arica liegt 20 km vor der peruanischen Grenze. Trotz großstädtischer Struktur
ist sie nur eine Oasen-Stadt am nördlichen Ende der chilenischen Panamericana
mit guter Straßenanbindung auch nach Bolivien bis nach La Paz
im
Osten. Von dort kamen einst die Incas bereits an die Pazifik-Küste. Ein
nationales Denkmal ist der El Morro de Arica,
ein dunkelbrauner, 110 m hoher Felsbrocken mitten in der Stadt. Im
Pazifik-Krieg 1880 erstürmten chilenische Soldaten den Festungsfelsen,
vertrieben die peruanisch-bolivianischen Truppen und gliederten den ganzen
Küstenabschnitt in Chile ein. Bolivien verlor dadurch bis heute seinen
einzigen Zugang zum Meer. Das bekannteste Gebäude der Stadt ist die vom
Franzosen Gustave Eiffel ganz aus Stahl gebaute Iglesia San Marcos.
Die Schulfeste auf dem zentralen Plaza Colon spiegeln die
indogenen und hispanischen Wurzeln der
Bevölkerung wieder. Wegen der
Überfischung der Küstengewässer und im nahen Humboldt-Strom kommen
immer mehr Seelöwen, Robben und Pelikane
bis in den Fischereihafen, um sich von den hier anfallenden
Fischabfällen zu ernähren.
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