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Wir wollten von Arica aus den
Lauca NP an der Grenze nach
Bolivien besuchen. Das war im Herbst 2008 der Hauptgrund für die Reise in
den äußersten Norden von Chile gewesen. Es ist nicht die besondere
Höhe (zwischen 3000 und 6000m) des Parks, die viele Besucher anzieht, er
bietet vielmehr einige der spektakulärsten Landschaften und
Altiplano-Gebiete in den Anden mit seinen schneebedeckten Vulkanen, glitzernden
Bergseen und isolierte, heiße vulkanische Quellen. Es gibt
zudem noch eine Vielzahl von kleinen Hochlanddörfern und große Vielfalt
von Wildtieren, wie die größte noch vorhandene Population von Vicuñas
und den Viscachas einem hasenähnlichen Beuteltier. Die
beiden Hauptziele neben den wilden Vicuña- und
domestizierten Lama-Herden sind der Lago Chungará
überragt von dem perfekten Vulkankegel des Parinacota (6350m)
und das Naturmonument Salar
de Surire
mit
Tausenden von Flamingos und vielen heißen
Quellen, umrahmt von hohen
Bergen an der Grenze nach Bolivien. Die gazellenartigen, feingliedrigen
Vicuñas ist die am höchsten lebende Lama-Art der Anden. In der Regel
leben sie oberhalb von ca. 4000m. Um auch in diesen extremen Höhen mit
weniger als 50%-Normalsauerstoffgehalt überleben zu können, haben sie
eine andere Blutzusammensetzung mit einem höheren Gehalt an roten
Blutkörperchen entwickelt. Wir übernachteten wie die meisten Besucher
des Lauca NP in Putre
dem letzten bedeutenden Ort vor der
Grenze nach Bolivien. Ein idealer Ort (wenn auch eisig kalt am Abend und
in der Nacht) um sich an die Höhe zu akklimatisieren. Schon die
Inca-Trecks zogen hier durch in Richtung des Pazifik. Die Konquistadoren
gründeten einst den Ort zur einfachen Kontrolle der indogenen
Bevölkerung und deren Wanderungen.
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