Dezember 2011 

 

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Menschen und Impressionen:  Die Osterinsel (Rapa Nui): ....       

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 .... Mit dem einwöchigen Besuch von Rapa Nui erfüllten wir uns einen Kindheits- und Jugendtraum, von dem wir beide nicht glaubten, dass wir diesen Punkt am anderen Ende der Welt einmal erreichen würden. Wie viele hatten wir früher Thor Hyerdahls  Kon Tiki und Aku Aku gelesen und von fernen Zielen geträumt. Heute hat die Reise von 3700 km über das Meer nichts Abenteuerliches mehr. Wöchentlich macht die chilenische LAN bei ihren Flügen von Santiago de Chile nach Tahiti und Australien einen Zwischenstop auf der Insel . Die Amerikaner haben den dortigen Flugplatz in Hanga Roa, dem einzigen Ort der Insel, im Rahmen des Vietnam-Krieges für Langstreckenflugzeuge ausgebaut. Hanga Roa scheint nur bei den Ankünften der LAN aus seiner dörflichen Lethargie zu erwachen. Außerhalb der Saison verlieren sich auch die wenigen Touristen auf der Insel. Wir hatten zudem Glück bei Einheimischen eine landestypische einfache Herberge (Casa Ana Rapu) in einem tropischen Fruchtgarten zu finden. 

Obwohl seit 1888 chilenisches Gebiet ist Rapa Nui weiterhin eher eine polynesische Insel und hat nur wenig Südamerikanisches. Die Ureinwohner wurde im 18.Jahrhundert von den Konquistadoren verschleppt und sie mussten als Sklaven oder Zwangsarbeiter in den Minen und Guano-Feldern von Peru und Bolivien arbeiten. Die Arbeitsbedingungen und für sie unbekannte Infektionskrankheiten führte beinahe zu einer vollständigen Ausrottung der polynesischen Urbevölkerung. Man kann die Insel mit ihren vielen Moais (Statuen) auf den Ahus (sakrale Steinplattformen) zwar locker an einem Tag bei einer organisierten Rundreise oder mit dem Auto besichtigen, sollte aber das Eiland (nur 24 auf 16 km) erwandern und mit dem Fahrrad erkunden, um die einzigartige Atmosphäre aufzunehmen. Obwohl viele der Moais mit ihren geheimnisvollen Gesichtsausdrücken von den Tsunamis der letzten Jahrhunderte umgeworfen wurden, sind aber die wichtigsten immer wieder (zum Teil mehrmals) aufgerichtet worden. Wer Rapa Nui besuchen möchte, sollte dieses bald machen: Amerikanische Investoren haben bereits zur Pinochet-Zeit große Teile der Insel gekauft und wollen jetzt ein elitäres Jetset-Ziel mit Jachthafen, Spielcasinos und Luxushotels errichten.  

 

 

 

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