Dezember 2011 

 

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Menschen und Impressionen: (2011) Old Goa, das "Rom Asiens" (?) ........

 

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Goa ist noch, auch wenn hier die Zeit nicht stehen geblieben ist, ein paradiesisches, exotisches  Stück  Erde in Indien. Durchwandert man die Wälder und die verbliebenen alten Plantagen kann man sich um Jahrhunderte zurückversetzen in die Zeit als die portugiesischen Kolonisatoren sich das Land aneigneten. Fruchtbar und reich an Bodenschätzen beherrschten und prägten sie Jahrhunderte lang bis 1947 das Land mit dem Resultat, dass Goa sich im Lebensstil vom Rest Indiens unterscheidet.

 

  Goa gehörte früher zum Königreich von Kadamba, aber mit der Einnahme der Festung Panjim begann die über 450 Jahre dauernde portugiesische Herrschaft im Jahre 1511. Sie gründeten und erbauten das ehemalige (Old) Goa, das einst mehrere Hunderttausend Einwohner zählte als katholisch-portugiesische Hauptstadt. Mit der Inquisition wurde jeder anderer Glaube bei Strafe verboten.  Es sollte das "Rom Asiens" werden mit seinen großen Kirchen, Klöstern, Kathedralen und Wallfahrtsstätten. Das in die Liste des Kulturerbes aufgenommene Old Goa zieht Busladungen ausländischer Touristen von der Küste und christliche Pilger von ganz Indien an, um die gigantischen Fassaden und vergoldeten Altäre der alten Kirchen zu bewundern.

 

Die Bewohner sind religiös. Die Messen (links die von Panjim) sind stark besucht. Der katholische Glaube beherrscht das Leben in den Schulen und in den Gemeindezentren. Viele katholische Inder aus dem ganzen Land besuchen zudem das Grab des heiligen Xaver, ein legendärer Jesuiten-Missionar aus dem 16.Jahrhundert  in einer Kathedrale in Old Goa. Die alte Hauptstadt existiert nicht mehr. Nachdem mehrere Epidemien ( u.a. Malaria) große Teile der Bevölkerung dahingerafft hatte, wurde die Verwaltungszentrale der Portugiesen bereits im 18. Jahrhundert wieder ins nahe gelegene Panjim zurückverlagert. Heute stellt sich Old Goa als verlassene, großflächige, touristisch besuchte Museums-/Pilgerstadt dar. 

 

In keiner Stadt in Goa ist das koloniale Erbe Portugals so ausgeprägt wie in Panjim/Panaji der ehemaligen Hauptstadt (s. o.) und seit 1961 Sitz der Territorialverwaltung des autonomen indischen Verwaltungs- teils Goa. Die Stadt an der Mündung des Mandovi stellt sich anders als die indischen Großstädte noch sehr provinziell und relativ ruhig dar. Das portugiesische Erbe ist überall präsent, wenn auch viele der  Verwaltungs-, Handels- und Bürgerhäuser einem schleichendem Verfall unter- liegen, der vom feuchttropischen Klima beschleunigt wird. Leuchtender Mittelpunkt ist die vielbesuchte Kathedrale (unten).

 

 

         

 

 

 

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