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In
alten Hinduschriften als Kulanthapitha oder das "Ende
der bewohnbaren Welt" erwähnt, erstreckt sich das Kullu-Tal von der
steilen und engen Larji-Schlucht in der Nähe von Mandi
über 80km nördlich bis zum Fuße des Rohtang-Passes,
dem Tor nach Lahaul und Ladakh. Jahrhunderte
bildete das Tal einen wichtigen Handelskorridor zwischen Zentralasien und
der Gangesebene. Die regionalen Herrscher konnten früher aus dem
Durchgangs- verkehr beachtliche Profite ziehen. Heute führt von der
nördlichsten Stadt des Tales, Manali, eine in den Sommermonaten schnee-
und eisfreie Straße/ Schotterpiste nach Leh, von wo aus man
entlang der von beiden Seiten streng bewachten chinesischen Grenze in
Richtung Westen nach Kaschmir (Srinagar)
weiterreisen kann. Die nahezu einwöchige Gewalttour gilt als eine der
gefährlichsten aber auch als eine der spektakulärsten Touren im Himalaya.
Die Strecke war in den letzten Jahren aufgrund von Spannungen mit China
und wegen der Unruhen in Kaschmir nur selten und dann nur im ...
...Konvoi
als bewachte Gruppen befahrbar. Trotz der Veränderungen durch die
Straßen und den erst seit kurzem aufkommenden Travel- und
Trecking-Tourismus hat sich die alte Lebensweise des Kullu-Tales in den
unzähligen Dörfern aus Holz und Stein erhalten. Die Pahari
(Bergbewohner) tragen wie eh und je die unverwechselbaren Kleider und
Kopfbedeckungen (Topi). Das Parvati-Tal zweigt im Süden des
Kullu-Tales nahe Bhuntur zwischen gigantischen Berggipfeln
entlang schroffen und steilen Hängen in Richtung Osten ab. Tief im Tal
liegt in Manikaran einer der bedeutendsten Shiva, Rama und
Sikh-Tempel, dessen heiße Quellen sich bereits von weitem mit seinen
Dampfschwaden ankündigen. Viele junge Frauen und Paare aus ganz
Nordindien, die sich mit göttlicher Hilfe (männlichen) Nachwuchs
erhoffen, nehmen die gefährliche Reise auf sich und kommen nur deshalb
hierher.
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