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In Shimla wurde
Geschichte geschrieben. Einst kühle Hillstation in der
heißen Vormonsunzeit für die
koloniale
Oberschicht mit der Residenz des britischen Vizekönigs, fanden hier auch
die
entscheidenden Verhandlungen, zwischen dem Vizekönig
Mountbatten auf der einen sowie Gandhi
und Jinnah
auf der anderen Seite zur
Unabhängigkeit Indiens (und Pakistans), statt. Die Residenz, jetzt ein
Teil der Universität von Shimla und die Verhandlungsräume mit dem
Museum können heute besichtigt werden. Viele der historischen Gebäude
der ehemaligen Kolonialverwaltung werden von der indischen Regierung
weiter genutzt. Die Stadt ist in einer Höhe von 2160m auf einem
mondsichelförmigen Gebirgskamm angelegt und ist das ganze Jahr hindurch
mit kühler Luft und einem herrlichen Panorama gesegnet. Heute noch gilt
je höher man wohnt, umso bedeutender und angesehener ist man. Der oberste
Teil, die Mall ("The Ridge"), mit dem zentralen Platz "Scandal
Point" durfte bis zum Ersten Weltkrieg von den
"Eingeborenen", mit Ausnahme der
Mitarbeiter
des Königshauses und vom Rikschapersonal, nicht betreten werden; sie war
für die Kolonialelite reserviert. Heute sind nicht-indische Gesichter
eher eine Seltenheit, ist doch Shimla ein beliebtes Ziel der neuen
indischen Führungsschicht von der Hauptstadt Delhi. Folgt man einer der
vielen von der Mall herabführenden Gassen, gelangt man in das
verschlungene Labyrinth des Basars, der das pralle indische Leben mit
seinen Kontrasten, Widersprüchen und sozialen Gefällen wiederspiegelt.
Bis zum Bau der Eisenbahnstrecke (1903) von Kalka
war Shimla nur mit
Trägern und von Pferden gezogenen Tongas erreichbar. Noch heute ist die
sechsstündige Fahrt (96km) mit dem "Toy
Train" mit seinen 103 Tunneln, 24 Brücken und 18
Bahnhöfen eines der großen Erlebnisse einer Shimla-Reise.
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