Dezember 2011 

 

         ©

    

Menschen und Impressionen:  Shimla ....

               Alle Bilder vergrößerbar

 

 

 

..... In Shimla wurde Geschichte geschrieben. Einst kühle Hillstation in der heißen Vormonsunzeit für die koloniale Oberschicht mit der Residenz des britischen Vizekönigs, fanden hier auch die entscheidenden Verhandlungen, zwischen dem Vizekönig Mountbatten auf der einen sowie Gandhi und Jinnah auf der anderen Seite zur Unabhängigkeit Indiens (und Pakistans), statt. Die Residenz, jetzt ein Teil der Universität von Shimla und die Verhandlungsräume mit dem Museum können heute besichtigt werden. Viele der historischen Gebäude der ehemaligen Kolonialverwaltung werden von der indischen Regierung weiter genutzt. Die Stadt ist in einer Höhe von 2160m auf einem mondsichelförmigen Gebirgskamm angelegt und ist das ganze Jahr hindurch mit kühler Luft und einem herrlichen Panorama gesegnet. Heute noch gilt je höher man wohnt, umso bedeutender und angesehener ist man. Der oberste Teil, die Mall ("The Ridge"), mit dem zentralen Platz "Scandal Point" durfte bis zum Ersten Weltkrieg von den "Eingeborenen", mit Ausnahme der 

Mitarbeiter des Königshauses und vom Rikschapersonal, nicht betreten werden; sie war für die Kolonialelite reserviert. Heute sind nicht-indische Gesichter eher eine Seltenheit, ist doch Shimla ein beliebtes Ziel der neuen indischen Führungsschicht von der Hauptstadt Delhi. Folgt man einer der vielen von der Mall herabführenden Gassen, gelangt man in das verschlungene Labyrinth des Basars, der das pralle indische Leben mit seinen Kontrasten, Widersprüchen und sozialen Gefällen wiederspiegelt. Bis zum Bau der Eisenbahnstrecke (1903) von Kalka war Shimla nur mit Trägern und von Pferden gezogenen Tongas erreichbar. Noch heute ist die sechsstündige Fahrt (96km) mit dem "Toy Train" mit seinen 103 Tunneln, 24 Brücken und 18 Bahnhöfen eines der großen Erlebnisse einer  Shimla-Reise.

 

 

 

- Zum Seitenanfang