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Der Besuch, der von den spanischen Konquistadoren gegründeten Hauptstadt,
hinterlässt zwiespältige Eindrücke. Der Moloch mit über
zehn Millionen Einwohnern wächst ständig weiter. Durch das Meer im Westen und
den nahen Andenketten im Osten begrenzt, frisst sie sich an der
wüstenartigen Küste entlang, um die von der Landflucht und der Arbeitslosigkeit getriebene indogene Bevölkerung der Anden aufzusaugen.
Von April bis November liegt die Großstadt unter der Garúa, einem
dichten depressiven Küstennebel. Dem Ruf als "unsichere Stadt mit
hoher Kriminalitätsrate" versucht die jetzige Regierung mit einem
Großaufgebot von hochbewaffneter Polizei und Militär zu begegnen. Dieses
gilt besonders für den Stadtkern (Plaza Mayor) mit den
Regierungsgebäuden, dem Bischofspalast, dem Convento und der Kathedrale, einer der
größten Südamerikas. Von hier beherrschten einmal die spanischen
Vizekönige ihre mittel und südamerikanischen Besitzungen. Das meiste
wurde einst mit Silber und Gold der Inkas finanziert, musste aber
wegen der ständigen Erdbeben zum Teil mehrmals wieder aufgebaut werden!

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