Dezember 2011 

 

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Menschen und Impressionen: Puno/Titicaca-See: ...      ( Peru >> )

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Die meisten Besucher, die zwischen Cusco und La Paz/Bolivien reisen, nehmen den östlichen Ast der Panamericana, die hier in den Zentralanden über den Altoplano auf einer Höhe zwischen 3500 m und 4500 m durch eine abwechslungsreiche Landschaft führt. Die gesamte Hochebene ist eine einzige archäologische und kulturhistorische Schatzkammer, die eine Vielzahl von geheimnisvollen Überresten alter Andenvölker bewahrt. Während auf der peruanischen Seite die Panamericana mehr und mehr ausgebaut ist und ein hervorragendes öffentliches Bussystem anbietet, ist der bolivianische Abschnitt wie meistens in diesem Andenstaat teilweise in einem katastrophalen Zustand. Als Zwischenstop bieten sich Puno/Peru oder Cobacabana/Bolivien an. Die beiden Orte am Titicaca-See sind zwar nicht sonderlich reizvoll,  haben aber eine schöne Lage direkt am See und eine gute Infrastruktur für eine mehrtägige Unterbrechung. Besonders die Besuche der verschiedenen Inseln in dem in 3800 m Höhe gelegenen See sind unvergesslich. Bei klarem Wetter grüßen auf der bolivanischen Uferseite schneebedeckte Bergketten mit den über 6000 m hohen Spitzen. Puno im Nordwesten des Titicaca-Sees ist eine spanische Gründung in der Nach-Inka-Zeit, als Verkehrsknotenpunkt zwischen peruanischen und bolivanischen urbanen Zentren. Am zentralen Plaza de Armas mit der Kathedrale aus dem 1800  Jahrhundert  ist eine Fußgängerzone in der indogene Souvenirs und Handarbeiten angeboten werden. Darunter viel Gestricktes für die kühlen Abende. Die Stricksachen haben meistens die traditionellen Muster und Farben und sind aus Lama- oder Alpaka-Wolle gefertigt. Wenn die Sonne untergegangen ist, kann es in dieser Höhe am See empfindlich kalt und frostig werden. 

 Die Hauptziele von Puno aus sind die "schwimmenden Inseln" der Uros und die Isla Taquile, die Insel der "strickenden Männer". Vom bolivianischen Copacabana werden Isla del Sol und Isla de la Luna als Trecking-Ziele geschätzt. Das Volk der echten Uros ist wahrscheinlich schon in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts ausgestorben. Die heutigen Bewohner mit ihren leichten Totora-Booten (balsas) sind als Mestizen Nachfahren der Aymara und Quechua, und leben fast durchweg vom Tourismus. Einstmals lebten die Uros nur auf Ihren floßähnlichen, verankerten Schilfinseln von Totora-Schilfstengeln und vom Fischfang und waren nahezu autark. So konnten sie ihre Unabhängigkeit auch gegen die Inkas in Cusco bewahren. Auch heute noch sind die Inseln aus verschnürten Schilfrohrbündeln gebaut und müssen alle sechs Monate ausgewechselt werden, da sie sich mit Wasser vollsaugen , schwerer werden und zu sinken beginnen. Einzelne Inseln sind bis zu 100 Quadratmeter groß und ganze Inselgruppen sind als zusammenhängende Einheiten miteinander vertäut. Die Insel Taquile, die man zusammen mit den Uros an einem Tag besuchen kann, ist fünf Kilometer lang und über einen Kilometer breit. Man kann sie leicht an einem Tag umwandern und den Hauptort im Inselinnern besuchen. Trotz den vielen Touristen, die die Insel täglich ansteuern, haben die Bewohner ihre strengen Sitten und traditionellen Lebensformen bewahrt. Wie zu Zeiten des Inkareichs vereint der Ältestenrat die ganze Macht in seinen Händen. Er erlaubte zwar zwar Anfang 1980 die Öffnung der  Insel für Gäste, verhinderte aber bis dato erfolgreich jegliche kommerzielle Nutzung durch inselfremde Investoren. 

 

 

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