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Die Mezquita-Catedral (Moschee-Kathedrale) ist das Produkt und
Symbol einer Epoche, in der sich das Christentum des muslimischen Spaniens
bemächtigte, eines der beeindruckendsten Bauwerke Andalusiens. Als große
Moschee war sie von hohem künstlerischen Rang. Sie ersparte eine Hadsch
nach Mekka, deren Moschee als einzige noch größer und mächtiger war.
Der Bau misst 174 mal 134 Meter. Von den 1409 Säulen blieben nach der
katholischen Umwidmung 900 erhalten, die sich zu einem steinernen
Palmenwald staffeln. Ins Zentrum der Moschee pflanzte das christianisierte
Cordoba eine im Renaissancestil errichtete wuchtige Kirche. Selbst
Karl V. zeigte sich nach der Fertigstellung bei der ersten Besichtigung
entsetzt: "Ihr habt gebaut, was man überall bauen kann, doch ihr habt
zerstört, was einzig in der Welt war". Tatsächlich scheint es, als
hätten die christliche Bauherren versucht, den Glanz der Moschee zu
brechen, ohne dabei den Mut aufzubringen, die erhabene religiöse Stätte
ganz zu zerstören.

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